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Cannibal Hooker

Was meine Mutter mit ihren Unkenrufen, dass die Nachbarn über mich redeten, wirklich sagen wollte, weiß ich bis heute nicht. Sex sei etwas Schönes, dachte ich als Heranwachsende. Ich mochte es, wenn Jürgen meine Brüste streichelte, sanfte Kreise um meinen Venushügel zog und erregt in mein Ohr flüsterte: „Du hast die schönsten Titties von allen.“ Ich fragte ihn dann mal ganz gepflegt und nebenbei, wen er mit alle eigentlich meinen würde- und die Liste der Mädchen, die er allesamt neben mir in die Kiste zerrte und fickte, war länger als die der Jungs, für die ich meinen Arsch hinhielt. Das gefiel mir ganz und gar nicht. Er prahlte regelrecht mit seinen Liebeskünsten und Sexgelüsten. Allerdings währte seine Angeberei nicht lange. Kurze Zeit nachdem wir den letzten sexuellen Kontakt hatten, galt Jürgen plötzlich als vermisst. Von heute auf morgen war der Vogel davongeflogen. Hatte sich aus dem Staub gemacht, mutmaßte man. Angeblich hätte er eines der unzähligen Mädchen aus seiner Strichliste geschwängert und um dem Ärger seines strengen Vaters zu entkommen, habe er sich in einer Nacht und Nebelaktion aus dem Dorf geschlichen. Vermutlich sollte er sich irgendwo auf einer einsamen Insel abgesetzt haben. Die wahre Antwort auf sein Verschwinden, die kenne nur ich. Und nein, ich bereue nichts. Es tat so verdammt gut, diesen elendigen Dreckskerl mit dem Hackebeil in mehrere Einzelteile zu zerlegen und ihm beim Sterben goodbye zu sagen.
„Komm, sag es noch einmal, du Wichser. Sag es mir!“, bat ich ihn mit einem charmanten Grinsen im Gesicht, während ich hinterrücks nach der bereitgelegten Axt griff. Noch einmal sollte er mir sagen, dass er mich liebt, während er mit halb durchgeschnittener Kehle nach Luft ringen und seine zitternde, blutverschmierte Hand ins Leere greifen würde, obwohl er sich an mir und meinem gediegenen Körper, den er ja ach so gern begehrte, festhalten wollte. Ein letztes Mal hatte ich mich für ihn ausgezogen. Meine Brüste entblößt und ihn an den Säften meiner Vagina schnuppern lassen wie einen Köter am saftigen Knochen. Jürgen sabberte ebenso erregt wie ein Jagdhund. Der erste Schlag traf ihn heimtückisch in den Nacken. Unerwartet hatte ich ausgeholt und zugeschlagen. Jürgen fiel mit weit aufgerissenen Augen vor mir auf die Knie. Sein Gesicht rutschte zwischen meinen Brüsten abwärts. Gelangte über den Brustkorb bis an meine Scham. Seine Nasenspitze striff dabei fast flüchtig nur meinen Bauchnabel als es den zweiten Schlag setzte. Das Blut spritzte aus seinem Mund während er mich blass und verwirrt ansah. Geistesgegenwärtig krallte ich meine Finger in seine Haarpracht. Ich tat es so, wie ich es immer getan hatte. Dieses Mal allerdings weniger zärtlich. Sachte glitt er unter meinem kaltblütigen Griff zu Boden. Ihm beim Krepieren die Hand zu halten, während sich seine Adonisrundungen in der warmen Blutlache auf dem kalten Steinboden im Schuppen meines Opas in einem vor meinen Augen herrlichen Todeskampf hin und her wälzten, um dem Unausweichlichem zu entkommen, befriedigte das Szenario meinen inneren Schweinehund ungemein. Mein Sadismus hatte Blut geleckt und das Morden würde weitergehen, denn es machte nimmersatten Spaß, Arschlöchern Sterbehilfe zu gewähren. Ein Genuss, den Jungs, die ihre Schwänze in jede gottverdammte Muschi stecken müssen und meinen, Mädchenherzen ohne Ende und ohne jegliche Reue in ihren verfickten, lusthungrigen Gehirnzellen brechen zu müssen, ein verdientes und würdevolles Ende zu bereiten. „Sag es!“, forderte ich noch einmal. Ich feierte mich für die innere Ruhe und den präzisen Klang meiner Stimme. Kein hastiges Atmen, keinerlei Gefühl von Ängsten in mir, da war einfach nur der pure Genuss des Tötens, der mich magisch in seinen Bann zog. Eine barbarische Lust, in der ich mich nahezu siegessicher und euphorisch suhlte. Mit einem Augenrollen, unter letzten Kräften und einer gewaltigen Fontäne Blut, die tsunamiartig aus seinem Mund, dessen Lippen ich so gern geküsst hatte, sudelte, flüsterte Jürgen: „Ich liebe dich!“